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Auf dem Weg dorthin haben wir kurz am Stand vorbeigeschaut und - dreimal dürft ihr raten - natürlich wieder Bunker gefunden. Dieses mal ganz stylisch bemalt und zu einem Mülllagerplatz umfunktioniert. An der Küste waren erstaunlich viele Hotels und Leute, die gebadet haben. Wir sind nicht reingehüpft, weil das Wasser dort scheinbar sehr verschmutzt ist und man Hautausschlag von dem Zeugs bekommt...
Die letzen 20 km unserer Reise führten uns dann über Straßen, so wie wir sie erwartet hätten. Aber auch nicht so tragisch, in Rumänien waren sie teilweise schlechter in Schuss. Da der Weg nicht so gut angeschrieben ist und wir keine Straßenkarte haben (bzw. das Navi sich nicht auskennt), haben wir uns einfach an einen Bus drangehängt, der nach Berat gefahren ist. So schaut das dann ungefähr aus:
Auch hier wieder: Überall neben der Straße selbstgebaute Verkaufsstände mit hauptsächlich Obst zu kaufen. Aber aufgrund des enormen Schadstoffausstoßes der alten Gefährte hier haben wir sicherheitshalber nichts gekauft ;-). Wir sind wirklich froh, dass es in Österreich verschärfte Abgasnormen gibt, auf den Straßen hier bekommt man fast eine Kohlenmonoxidvergiftung...
Berat ist eine Stadt mit ca. 65.000 Einwohnern ziemlich in der Mitte von Albanien. Die Altstadt gehört wegen der einmaligen Architektur zum Unesco - Weltkulturerbe. Die Stadt wird auch die Stadt der tausend Fenster genannt, weil die Häuser hier wirklich außergewöhnlich viele Fenster haben.
Am Abend sind wir auf die Burg spaziert, die auf einem Hügel über der Stadt thront. Dort oben hat man einen guten Überblick über die Stadt und findet sehr schöne Häuser und schmale Gassen.
Wir sind im Hotel Mangalemi untergebracht. Das Hotel ist im Stil der alten Häuser ganz aus Stein gebaut und wirklich toll. Für 17 Euro pro Person und Nacht bekommt man hier wirklich was geboten. Aja, und eine Melone haben wir aus Macedonien importiert, die war superlecker.
Heute haben wir die Stadt dann noch genauer erkundet. Wir waren sogar im Europark von Bertat. Das schaut dann so aus:
In einer Straße war über 1 km lang ein Verkaufsstand nach dem anderen und man bekommt in diesen Standln wirklich alles. Vom Heizungsrohr bis zur Damenunterwäsche, von Stöckelschuhen bis zum Hochzeitskleid. Alles da. Sogar einen Mechanikerstand haben wir gesehen. Scheinbar wird hier alles über den Straßenverkauf verkauft, richtige Geschäfte gibt es fast keine. Wir waren auch in der Markthalle, wo es Fleisch und Käse zum kaufen gab. Hmm... wie soll man das beschreiben... Also, die Kühlkette wurde massiv unterbrochen und der Geruch war sehr gewöhnungsbedürftig. Insgesamt ziemlich blutig und stinkig, nicht so optimal gleich nach dem Frühstück... Aber interessant...An Kuriositäten haben wir auch einiges gefunden: So gab es zum Beispiel Blutegel zu kaufen (keine Ahnung zu welchem Zweck), Hendel waren an einem Baum angebunden (Brathähnchen??) oder auch Motoröl in Cola - Flaschen... Das mit den Blutegeln schaut dann so aus: Ein Mann sitzt mit zwei Weck- Gurkengläsern voll mit Blutegeln neben der Straße und wartet, dass wer dringend Blutegel braucht... (Fotografieren haben wir uns nicht getraut, nicht dass er ein mysteriöser Zauberer ist... Und außerdem mit einem Mann mit Blutegeln ist nicht zu spaßen ;-))
Insgesamt geht es in der Stadt am Vormittag volle zu. Überall sind Leute (vor allem Männer) und trinken Kaffee bzw. gehen im Butrintschen Europark shoppen. Gegen die Sonne schützt man sich mit kleinen Papierregenschirmen, die es an jeder Ecke zu kaufen gibt. Ab Mittag wird es dann aber auf den Straßen ruhiger, was auch logisch ist, weil es dann einfach zu heiß wird. Auch wir sind froh, dass wir eine Klimaanlage im Zimmer haben...
Tjo. Morgen fahren wir dann wieder an die Küste und schauen ob man auch in Albanien schwimmen kann. Irgendwie freuen wir uns auch schon wieder auf daheim, in sechs Tagen fährt unser Schiff eh schon wieder heimwärts...Bis bald
Thomas und Regina
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